Hypnotherapie und Rückführung

Was kennzeichnet Hypnose?

 

Wenn Sie hypnotisiert werden, befinden Sie sich in einem Geisteszustand erhöhter Wahrnehmung oder Wacherinnerung. Dieser Zustand hat nichts mit Schlaf zu tun, auch wenn die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Hypnose darauf verweist (altgriech.: hypnos "Schlaf").

 

Hypnose kann genutzt werden, um über Ihr Unterbewusstsein bestimmte Erinnerungen abzurufen oder Sie geistig zu beeinflussen.

Im späten 18. Jahrhundert experimentierte Franz Anton Mesmer mit überlieferten Trancetechniken und Magneten, woraufhin der Begriff Mesmerisieren geprägt wurde. Der Arzt und Psychotherapeut Milton H. Erickson etablierte die Hypnose Mitte des 20. Jahrhunderts in der modernen Psychotherapie.

 

Vorurteile gegen Hypnose

 

Gehören Sie zu den Menschen, die bei dem Begriff Hypnose zunächst zurückschrecken? Befürchten Sie, gegen Ihren Willen beeinflusst zu werden und dem Konzentrator willenlos ausgeliefert zu sein?

Manche Menschen nehmen an, sie hätten unter Hypnose keinerlei Kontrolle über das Geschehen. Dieses Vorurteil unterstützt die Showhypnose, die Sie vielleicht aus dem Fernsehen kennen, und die in England seit 1978 verboten ist, um das Ansehen seriöser Hypnoseleiter und Hypnotherapeuten zu schützen.

 

Die Menschen, die sich in die Hände von Show-Hypnotiseuren begeben, tun dies freiwillig. Sie werden in Tieftrance versetzt und angeleitet, zumeist unsinnige Dinge zu tun oder über sich ergehen zu lassen. Dies ist nur möglich, wenn der Hypnotisand (derjenige, der hypnotisiert wird) offen dafür ist bzw. dies unbedingt möchte. Hiernach wird der Proband vor Beginn der Vorstellung sorgfältig ausgewählt.

 

Selbstverständlich gibt es das (leider nicht seltene) Phänomen schwerer Manipulation bis zur vollständigen Bewusstseinskontrolle von Personen. Diese Manipulation wird aber nicht einzig mit Hypnose erzeugt. Die betroffenen Personen wurden zumeist systematisch und von Kindheit an schwerst-mehrfach-traumatisiert (bis hin zur Bildung einer "Multiplen Persönlichkeitsstörung"), und werden dann vor allem durch gezielte Frequenzmanipulation ("Bestrahlung") gesteuert. Aber das ist ein anderes Thema.

 

Wie wirkt Hypnose?

 


In der Hypnose übernimmt das Unterbewusstsein die Führung, und das Bewusstsein tritt in den Hintergrund, ist aber nicht gänzlich ausgeschaltet. Das bedeutet, dass Sie nicht manipuliert werden können in einer Weise, die Ihren ethischen und moralischen Werten zuwider läuft.


 

Wo die Tieftrance einen teilweisen oder totalen Gedächtnisverlust (Amnesie) mit sich bringt, ist für die meisten therapeutischen Anwendungen eine leichte bis mittlere Trance von Vorteil. Hier ist gewährleistet, dass die wahrgenommenen Inhalte behalten werden und nachhaltig wirken können. Besonders bei "aufdeckenden Verfahren" ist dies wichtig, da mit dem Unterbewusstsein kommuniziert werden soll, um bislang unzugängliches Wissen bewusst zu machen - wie etwa in der Reinkarnationstherapie.

 

Im Gegensatz zum Zustand der mittleren Trance erinnern Sie als Hypnotisand in der Tieftrance nur wenig bis gar nichts. Das ist hilfreich, wenn Sie sich entspannen wollen, denn hier geht es ja gerade um Loslassen und nicht um Behalten.

 

Wo kann Hypnose eingesetzt werden?

 

Im Rahmen therapeutischer Erkenntnisarbeit wie z.B. der Rückführungstherapie kann Hypnose sehr gut angewendet werden.

Hypnose- und andere Entspannungstechniken können ebenfalls segensreich eingesetzt werden, um Folgen von Stress zu lindern. Tiefenentspannung eignet sich begleitend zu heilkundlichen Therapien, wenn Sie unter nervöser Unruhe, Spannungszuständen, Schlafstörungen oder Schmerzen/Phantomschmerzen leiden.

Sich tief entspannen zu können, baut Stress ab und beugt diesem sogar vor. Sie fördern so Ihre natürlichen Möglichkeiten, sich selbst zu heilen und Ihren Geist zu klären. Das ist sehr wertvoll in einer Welt, in der Sie andauernd mit Reizen überflutet werden.

Es können weiterhin Trancezustände eingeleitet werden, damit Sie sich mithilfe heilsamer Bilder geistig auftanken können, wie z.B. bei Farbmeditationen.

 

Ob Sie durch hypnotische Beeinflussung langfristig von Süchten befreit werden können, wie es in einer Sitzung zur "Raucherentwöhnung" oder "Gewichtsreduktion" angestrebt wird, ziehe ich in Zweifel. Süchte sind nur überwindbar, wenn Sie sich über tiefsitzende Themen bewusst werden, die durch die Sucht vertreten werden. Das „Wegquatschen“ von unliebsamen Verhaltensmustern verführt Sie vielleicht dazu, sich weniger mitverantwortlich an Ihrem Leidenszustand zu fühlen, und abhängig zu bleiben.

 

Das Vorgespräch zu einer Rückführung

 

Das Vorgespräch zu einer Trancesitzung oder Rückführung ist sehr wichtig, denn hier werden Ziele festgelegt, sowie abgeklärt, welche angstauslösenden Inhalte in der Hypnose nicht angesprochen werden dürfen, und ob es traumatische Lebensphasen gibt, in welche Sie zum jetzigen Zeitpunkt möglichst nicht zurück geführt werden sollten.

Das Unterbewusstsein öffnet sich unter Hypnose sehr weit, und so ist es von großer Bedeutung, dass Sie sich in einem energetisch geschützten Raum befinden. Treten Störfaktoren auf, müssen zunächst diese geklärt werden.

 

Grundsätzlich ist jeder Mensch trancefähig. Wie leicht Sie zu hypnotisieren sind und wie tief sie in Trance gehen, hängt sowohl vom Vertrauensverhältnis ab, als auch davon, wie sehr Sie sich selbst kontrollieren. Ist Ihre Selbstkontrolle sehr stark, kann es vorbereitende Sitzungen erfordern, bis ein stabiler Trancezustand bei Ihnen erreicht werden kann. Allerdins lassen sich viele Klienten auch in sehr leichter Trance gut zurück führen. Häufig haben sie Erfahrung mit Meditation oder schamanischem Reisen.

 

Mögliche Themen einer Rückführung

 

• Selbstfindung/Suche nach Lebensaufgabe

• Ursache für Ängste, Phobien und Zwänge

• Wiederholung von Verhaltensmustern

• mangelndes Selbstbewusstsein/Schüchternheit

• Blockaden/Motivationsmangel

• Bindungsprobleme/Analyse konkreter Beziehungen zu Menschen

• Karma-Altlasten /Erforschung spiritueller Zusammenhänge

• Präsenz kosmischer Helfer/Geistführer

• u.v.m.

 

Was geschieht in einer Rückführung?

 

In einer Rückführungssitzung werden Sie in leichte bis mittlere Trance versetzt und an einen Zeitpunkt und Ort aus Ihrer "Vergangenheit" zurückgeführt, um Ihnen Erinnerungen und Erkenntnisse zu Ihrem Thema zugänglich zu machen. Dabei ist es möglich, in frühere Situationen aus Ihrem jetzigen wie auch aus vergangenen Leben einzutauchen. Diese Orte können gezielt angesteuert werden, oder Sie können es Ihrem Unterbewusstsein überlassen, Ihnen die richtige Situaiton zu zeigen, damit Sie Ihren Konflikt lösen können.

 

Sie sollten optimalerweise offen sein für das Prinzip der Wiedergeburt oder Reinkarnation, damit Ihre Erkenntnisarbeit nicht von Zweifeln durchzogen wird und therapeutisch wirken kann. Der Wert dieser Arbeit liegt für Sie darin, vergangene Konflikte zu erkennen und zu lösen, Verstrickungen zu Menschen aufzudecken und in "alten Geschichten" gebundene Lebensenergie freizusetzen und zu heilen.

 

An dieser Stelle möchte ich ergänzen, dass das Konzept "Wiedergeburt und frühere Leben" sich nur auf die "Raum-Zeit-Ebene" beschränkt, in der wir eine chronologische Zeitabfolge wahrnehmen und für gültig erkären. Erweitern wir unser Bewusstsein über die Grenzen dieses kleinen Kontinuums hinaus, so wird deutlich, dass alle sogenannten "früheren" Leben gleichzeitig und parallel ablaufen. Dies erklärt auch, warum es möglich ist, traumatische Erlebnisse aus der gefühlten Vergangenheit in Heilung zu bringen. Des weiteren erklärt sich hieraus, warum kein Mensch mit 100 % seiner Seele in seinem "aktuellen" Körper inkarniert ist, sondern manchmal nur mit weit weniger als 5 % seiner "seelischen Gesamtkapazität". Aber auch dies ist ein eigenes Thema, das hier nur angeschnitten werden soll.

 

In einer Rückführung können Sie energetische Verbindungen und karmische Bänder unter Antleitung selbst auflösen, falls dies erforderlich sein sollte.

 

Ethik des Rückführungsleiters

 

Die Hypnosetherapie bietet sehr gute Techniken, um eine Rückführung sauber durchzuführen. Der Rückführungsleiter sollte die Techniken kennen und beherrschen, sowie sich seiner hohen Verantwortung dem Klienten gegenüber bewusst sein.

 

Besonders die Regressionstherapie oder Rückführung ist eine sehr kraftvolle Methode, Erkenntnisse über sich zu gewinnen. Wenn Therapeut und Klient dies beherzigen, kann Missbrauch vermeiden werden. Die Hypnose ist ein therapeutisches Werkzeug, das vor allem bei Rückführungen nicht zur Befriedigung der Neugierde eingesetzt werden sollte. Es sollte das Bewusstmachen tiefliegender Themen das Ziel sein, und nicht kurzweilige Bespaßung.

 

Obgleich Ihr Unterbewusstsein Sie auf Ihrer "Reise" steuert, und Ihnen im Normalfall nur Informationen zugänglich gemacht werden, die Sie verkraften können, sollte mit Bedacht gearbeitet werden. Dies im Blick zu haben und zu steuern, ist Aufgabe des Rückführungsleiters. Deswegen muss er seine „Instrumente“ beherrschen.

Wenn Sie die Dienste von Anbietern esoterischer Rückführungsreisen in Anspruch nehmen, sollten Sie sich vergewissern, dass diese über ausreichende Trancetechniken verfügen, um die Rückführung sauber leiten zu können, und Sie im Bedarfsfall zügig aus unerfreulichen Situationen heraus holen, und die Trance ausleiten zu können.

 

Folgende Faktoren schließen hypnotische Anwendungen aus:

 

Schwere psychische Leidenszustände wie Psychosen

Suizidalität

Epilepsie

Schwere Herz-Kreislauf-Störungen

Kinder

 

Ich rate dringend davon ab, Kinder in frühere Leben zurück zu führen, da das Risiko einer Traumatisierung viel zu hoch ist. Bitte lassen Sie sich zum Wohle Ihrer Kinder auf Experimente dieser Art nicht ein.

 

 

Autorin: Ruth Haremsa

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Augustina (Montag, 12 August 2013 12:34)

    Kinder sollte man definitiv aus solchen Dingen herauslassen, da richtet man doch mehr Schaden als alles andere an. Das sollte jeder Erwachsene einsehen.