8 Schritte zur wahren Work-Life-Balance

Die guten Vorsätze zum Jahreswechsel

 

Zu jedem Jahresende nehmen wir uns fest vor, uns in Zukunft bessern zu wollen. Die guten Vorsätze halten drei Wochen, und dann stellen wir enttäuscht fest, dass wir unbemerkt zu alten Gewohnheiten zurückgekehrt sind. Uns fallen all die verpassten Chancen wieder ein, es verfestigen sich Frust und das schlechte Gewissen, welches wir beruhigen müssen. So setzen wir in alter Gewohnheit dem „leidigen Alltag“ aus und entfernen uns immer weiter von dem, was „bewusste Lebensführung“ bedeutet.

 

Die Gegenwart – die Zeit, in der alle Ereignisse tatsächlich stattfinden

 

Warum begrenzen Sie Ihre selbstkritischen Momente auf ein bestimmtes Datum im Jahr? Wieso soll Selbsterkenntnis an den Jahreswechsel gebunden sein? Wenn Zeit eine Illusion ist, wann ist dann der richtige „Zeitpunkt“ für Innenschau und Veränderung? Jetzt. In der Gegenwart. Und immer (im Sinne von „ewig“ => zeitlos).

 

 

 

 

8 Schritte zur wahren „Work-Life-Balance“ - mit verpassten Chancen abschließen und gute Vorsätze in echtes Selbstmanagement verwandeln!

 

1. Lassen Sie los - was weg ist, ist weg!

 

Geben Sie es auf, verpassten Gelegenheiten hinterher zu trauern und vermeiden Sie es, Ihre Energie an etwas zu binden, dass Sie nicht mehr ändern können. Es ist sinnlos, an Altem festzuhalten und dadurch seine Lebenskraft zu blockieren. So unterdrücken Sie den Lebensfluss und dies führt Sie in die Starre. Auf diese Weise können keine neuen Chancen in Ihr Leben treten.

Warum fiel es Ihnen bis jetzt so schwer, etwas oder Jemanden loszulassen? Weil das Klammern an der Gewohnheit eine Vermeidungsstrategie ist, sich der Angst vor dem Unbekannten nicht stellen zu müssen. Dabei bemerken Sie nicht, dass es Sie wesentlich mehr Energie kostet, das alte Leid zu kultivieren, als sich dem Neuen zu öffnen.

Es liegt in Ihrer Verantwortung, ob Sie am wahren Leben teilnehmen – an Ihrem Leben!

 

2. Haken Sie die Vergangenheit ab und machen sich frei für das Jetzt!

 

Überprüfen Sie die Angelegenheit auf ehrliche Weise und nehmen eine neutrale Haltung gegenüber der „verpassten Gelegenheit“ ein. Wessen Träume, Wünsche und Vorstellungen vom Leben versuche ich verzweifelt umzusetzen? Was hat das mit mir zu tun? Vielleicht finden Sie heraus, dass es ein Segen ist, was Sie als Pleite betrachten? Sollte Ihre Bilanz dahingehend ausfallen, dass es „doch schön gewesen wäre, wenn es geklappt hätte“, dann seien Sie gewiss: es geht sicher noch besser!

Vermeiden Sie es, Ihre Vergangenheit negativ zu bewerten und diese zu bejammern. Damit bekunden Sie nur Ihre Opferhaltung. Zeigen Sie Größe und übernehmen die Verantwortung für all das, was Sie bewusst oder unbewusst gedacht, gefühlt und vor allem getan haben.

Haken Sie das Alte ab und öffnen sich für ein bewusstes, selbstbestimmtes Leben im Hier und Jetzt!

 

3. Vermeiden Sie das Grübeln und bleiben Sie im Augenblick!

 

Folgen Sie mit Ihrer Aufmerksamkeit Ihrem Atem und „verankern“ sich im Moment. So können sie sich von den einengenden Konventionen des Denkens und von Phantasien und Erfindungen Ihres Verstandes befreien, die dem Moment entgegenstehen.

Grübeln verhindert, dass Sie mit Ihrem Bewusstsein und Ihrer Aufmerksamkeit im Augenblick verankert bleiben, denn es zieht Ihre Aufmerksamkeit einseitig auf die mentale Ebene und behindert die bewusste Einheit von Kopf und Herz. Diese ist aber so wichtig, um in der Gegenwart präsent zu sein, und das wahrzunehmen, was wahr ist. „Brüten“ führt Sie in Ihre Vergangenheit zurück oder trägt sie in die Zukunft, und in diese können Sie sich dann zwar hineinversetzen, aber leben und aktiv Ihren Seelenweg gestalten, das können Sie nur in der Gegenwart.

Erkennen Sie im gegenwärtigen Augenblick die Schönheit Ihres Lebens!

 

4. Schaffen Sie sich Raum für Wahres!

 

Der Mensch ist kein „Gewohnheitstier“, sondern ein Schöpferwesen. Bringen wir den Mut auf, die verkrusteten Strukturen unseres „Alltags“ aufzubrechen, welche uns niemals die Sicherheit bieten können, nach der wir uns sehnen. Überwinden wir unser Opferbewusstsein und beginnen, kreativ und beherzt zu handeln!

Wofür bekommen Sie jetzt „Zeit und Raum“, da bindende Strukturen weggefallen sind? Welchem Bereich Ihres Lebens sollten Sie jetzt Aufmerksamkeit schenken? Wo liegen Ihre Prioritäten? Wo brennt es in Ihrer Seele? Was darf, muss, möchte angeschaut werden? Welche Motive haben Sie, an Ihren Mustern festzuhalten? Und welche vermeintlichen Sicherheiten geben Sie auf, wenn Sie aus Ihrem Überlebensmodus heraustreten, der Sie stets antreibt, Ihren Ängsten zu folgen und immer dasselbe zu tun?

Alle Erkenntnis liegt in Ihnen zum Abruf bereit!

 

5. Aufbauende Innenschau – verzichten Sie auf Selbstkasteiung!

 

Warum-Fragen lassen uns in endlose Grübelkarussels einsteigen, aber die kognitive Erkenntnis von etwas bringt uns meist nicht weiter. Eine aufbauende Selbst-Reflexion und wertfreie Ursachenforschung ist jedoch unerlässlich, wenn wir automatische Programme erkennen und aufheben möchten, die im Hintergrund laufen und einen Großteil unserer persönlichen Wirklichkeit gestalten.

Was hat Sie also zögern lassen? Was trauen Sie sich nicht zu? Wer oder was hindert Sie daran, Ihr Glück zu ergreifen? Was können Sie daraus über sich lernen? Wessen Angst ist es, die Sie lähmt? Stellen Sie sich Ihren Schatten- und Familienthemen, und nehmen Sie die Herausforderungen des Lebens wieder freudig und dankbar an! Denn die erschaffene, äußere Wirklichkeit dient als Trainingsfeld für eine bewusste Lebensführung.

 

6. Öffnen Sie sich für das, was sein soll!

 

Als Mensch folgen Sie Ihrem Seelenplan. Dieser kann aber nur wirken, wenn Sie auf ihn vertrauen und Ihre gegenwärtige Situation annehmen. Sie können sich nicht durch Ängste, Zwänge oder Sehnsüchte für diesen Plan öffnen, weil Sie sich auf diese Weise dem harmonischen Werden und Vergehen verschließen.

Es geht nicht darum, etwas zu erzwingen oder äußeren Leistungsansprüchen zu genügen. Und Sie müssen diesen Plan auch nicht im Detail kennen. Lassen Sie sich vertrauensvoll von ihm tragen. Wenn Sie sich auf die Kraft des Augenblicks besinnen und diese annehmen, dann leben Sie Eigenverantwortung und damit Dankbarkeit für das Leben, welche auf Sie zurück wirkt.

Betrachten Sie Ihr Leben als selbst zu gestaltendes Geschenk, dann können Sie auch in ausweglos erscheinenden Situationen Kräfte freisetzen, von denen Sie nie geglaubt hätten, dass diese in Ihnen schlummern.

 

7. Wechseln Sie die Blickrichtung!

 

Seien Sie offen und bereit für das Ungewohnte. Gehen Sie davon aus, dass wenn Sie unzufrieden sind, etwas Besseres für Sie bereit steht. Schalten Sie die Saboteure in sich aus, die Ihnen Ihr Glück nicht gönnen. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf das, was unmittelbar vor Ihnen liegt. Denn so entfalten Sie die Kraft für Dinge, die Sie jetzt bewegen können – und damit gestalten Sie das, was Sie Zukunft nennen.

Erfinden Sie sich immer wieder neu, probieren sich kreativ aus und lernen Sie unbekannte Dinge kennen. Vielleicht entdecken Sie dabei Talente in sich, die nur darauf warten, von Ihnen erweckt zu werden. Mit Sicherheit kennen Sie noch nicht alle Begabungen, mit denen Sie gesegnet sind!

 

8. Die Macht der Gegenwart - handeln Sie jetzt!

 

Wie wir deutlich gesehen haben, lehrt uns das Gesetz der Gegenwart, dass sämtliche Wirklichkeit eines Menschen im Hier und Jetzt stattfindet, denn nur das Jetzt existiert, und nur der gegenwärtige Augenblick ist real. Nur im Moment liegt also der Handlungsspielraum, in dem Sie gemäß Ihres freien Willens Ihren Seelenweg aktiv gestalten. Dies geschieht vor allem über den bewussten Umgang mit dem Unbewussten, insbesondere Ihren Gefühlen. Denn Ihr Unterbewusstsein bestimmt Ihre Realität zu 95 %.

Könnte also nicht das Handeln aus der Kraft des Augenblicks Ihr ultimativer Vorsatz für die „Zeitlosigkeit“ sein? Der richtige Moment dafür ist immer jetzt. Sofort.

 

Autorin: Ruth Haremsa

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Kommentare: 3
  • #1

    Jan (Mittwoch, 06 Januar 2016 01:33)

    Das ist ein super Beitrag, Glückwunsch

  • #2

    Henrike Pfennigwerth (Freitag, 08 Januar 2016 18:22)

    Vielen Dank für Deine philosophischen und dabei so lebensnahen Ausführungen.. Da wir in Zeiten groß werden (auf dem Weg zu unserer wahren Größe sind), wo die Angst in allen möglichen Bereichen in uns geschürt wird und wir dadurch die Verbindung zu unserer eigenen Kraft verlieren und das an unsere Kinder weitergeben ist dein Beitrag eine Bestätigung mehr auf sich und sein inneres zu hören um die Welt in und um sich herum liebevoller und freier gestalten zu können..
    Vielen Dank und ein frohes und gesundes 2016 wünscht
    Henrike

  • #3

    Antje Suck (Donnerstag, 14 Januar 2016 14:42)

    Vielen Dank für diese sehr wertvollen und für mich hilfreichen Beitrag! ich werde ihn noch ein paarmal lesen , da er so viele Details zu einem persönlichen aktuellen Thema enthält!
    Ihnen auch ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr 2016!