Trauerbegleitung - Tod & Sterben aus schamanischer Sicht

Das Thema Tod und Sterben ist in unserer Gesellschaft mit vielen Tabus belegt, und die wahren Zusammenhänge dieser normalen Prozesse werden zumeist verkannt oder aus Angst ignoriert. Dies bewirkt viel unnötiges Leiden sowohl bei Sterbenden als auch bei Angehörigen und Hinterbliebenen.

 

Auch wenn in Seelsorgeeinrichtungen und Hospizen sicher sehr liebebolle Unterstützung geleistet wird, so wird mit dem vorherrschenden materialistischen Weltbild das Wissen um die Gesetze der Unsterblichkeit und der Reinkarnation unterdrückt, und die spirituelle Bedeutung eines Sterbeprozesses mit seinen Wandlungsphasen weitestgehend ignoriert.

 

Obgleich aus dem Katholizismus das Freibeten bekannt ist, ist in unserem Kulturkreis aber der Glaube an ein Leben nach dem Tod weitgehend abhanden gekommen -  es wurde zur Beweisfrage erklärt, was eine Bewusstseinsfrage ist. Die Folge davon ist, dass sich die Menschen mit der Angst vor dem Tod gegenseitig begrenzen.

 

 

Glaubensgemeinschaften bieten dem Einzelnen Halt und soziale Kontakte, was besondsers in Trauerphasen des Menschen wichtig ist. Aber wo Religionen helfen sollen, menschliche Entwicklung von der Geburt bis zum Tod zu begleiten, wird nicht selten Angst erzeugt und die Unwahrheit verbreitet, nur ein Priester könne den Kontakt zu Gott herstellen, was schlichtweg falsch ist. Denn jeder Mensch ist berechtigt und in der Lage, ohne hohepriesterliche Begleitung die Verbindung zur höchsten Quelle herzustellen und aufrecht zu erhalten. Wenn wir uns diesen Wahrheiten öffenen, können wir viele Dinge besser verstehen, die wir aus Angst vermeiden.

 

Gerne begleite ich Sie dabei, die Vorgänge rund um den Tod verstehen zu können, um diesen als eine Phase der Wandlung und Teil eines jeden Seelenweges annehmen und würdigen zu können. Dazu gehört auch die Vorbereitung auf den Tod eines geliebten Menschen, sowie die Frage nach dem Befinden des verstorbenen Angehörigen nach dessen Tod, denn das Bewusstsein bleibt auch im Jenseits vollständig erhalten. Am Ende müssen sich beide gegenseitig vollständig los lassen, damit das eigene Leben weitergeführt werden, und die Seele des Verstorbenen weiterziehen kann. Manche Erfahrungen und Umstände des Sterbens erfordern dabei eine jenseitige Belgeitung der Seele, damit diese ihren Frieden finden kann.

 

Heimsuchung - die Anwesenheit Verstorbener spüren

 

Manche Menschen fühlen sich heimgesucht oder spüren die Anwesenheit eines Verstorbenen. Dies ist oft dann der Fall, wenn starke Bindungen nicht gelöst werden konnten, oder wenn aufgrund unverarbeiteter Trauer jemand nicht loslassen kann. Allerdings kann es auch ganz andere Hintergründe hierfür geben, die geklärt werden sollten, damit das diesseitige Leben sowie das Leben nach dem Tod harmonisch weiterverlaufen kann.

 

Seelenbegleitung

 

Wenn ein Mensch verstirbt, der nicht an das Fortbestehen des Bewusstseins nach dem physischen Tod glaubt, so realisiert es seine Seele wohl möglich nicht, dass sie verstorben ist. Und das kann für alle Beteiligten eine Herausforderung bedeuten.

In meiner Funktion als Anwältin der Sterbenden und der Verstorbenen erkläre ich diesen, was ihre Seelen nach dem Tod erwartet, und begleite sie über diesen hinaus. Denn was meist von alleine geschieht, muss dann ein schamanischer Psychopompos oder Seelengeleiter übernehmen: mit der Seele die Bedingungen ihres Weiterziehens verhandeln, sie an einen bestimmten Ort begleiten oder ihren geistigen Helfern überantworten.

 

Des weiteren vermittle ich zwischen den verstorbenen Seelen und Ihnen als Hinterbliebenen. Damit die Seele weiterziehen und ihren Frieden finden kann, ist es sinnvoll, die Bedürfnisse zu berücksichtigen, die sie in veränderter Art auch nach dem Verlassen des Körpers noch haben kann.

 

Bewusstlosigkeit I Koma

 

Betreuen Sie einen Menschen, der im Koma liegt, so kann eine geistige Vermittlung zwischen diesem und den Angehörigen segensreich sein. Wenn die Seele eines bewusstslosen Menschen kommunikationsbereit ist, ist es durchaus möglich, telepathisch Kontakt zu ihr aufzunehmen, und Informationen von ihr zu erhalten bzw. offene Fragen zu klären.

 

Nachträgliche Würdigung

 

Konnte ein Mensch nach seinem Tod nicht beerdigt werden, da sein physischer Körper nicht gefunden wurde, (Katastrophen, Kriegsgräber o.ä.), so ist es möglich, ein rituelles Begräbnis im Sinne einer nachträglichen Würdigung zu zelebrieren, um dem Verstorbenen seine Identität zurück zu geben.
In ähnlicher Weise können auch Seelen abgetriebener Kinder oder Fehlgeburten durch Rituale gewürdigt werden, was besonders dann angezeigt ist, wenn die Eltern starke Schuldgefühle haben.

 

Autorin: Ruth Haremsa

 

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