Lichtbotschaft 10 - Wachstumswandel in Verbindungen

Ihr Lieben,

 

heute geben wir euch die 10. Lichtbotschaft. Das ist ein kleines Jubiläum, und dies möchten wir zum Anlass nehmen, über Zyklen, Kreise und Verbindungen zu sprechen, die euch in euerm Leben begleiten und Ausdruck eures Selbstverständnisses sind.

 

Nehmen wir zuerst eure Festtage, Bräuche und gesellschaftlichen Rituale, die sich alljährlich wiederholen. Je nach Kulturkreis schmückt ihr diese Begegnungen unterschiedlich aus, kleidet euch vielleicht auf besondere Weise und spürt euch in dieser Zeit in eurer Qualität als gesellige Wesen, die miteinander verbunden sind. Ihr drückt hierin eure Zusammengehörigkeit aus, und in diesen Ritualen liegt sehr viel Heilkraft für jeden einzelnen von euch.

 

Leider werden diese Feste von euch immer mehr kommerzialisiert, und die ideellen Werte treten in den Hintergrund oder werden sogar gänzlich verdrängt und vergessen - wenn nicht gar verhöhnt. Euer „Weihnachtsmann“ zum Beispiel ist eine  Erfindung der Werbeindustrie, welche das Christkind suspendiert. Diese Figur müsste eigentlich „Ent-Weihungs-Mann“ heissen :-), denn sie verkörpert den Werteverfall eurer Gesellschaft: materieller Konsum überlagert die Botschaft der Liebe, welche euch das Weihnachtsfest im Besonderen nahe bringen möchte.

Im Wesen einer Verbindung, eines Kreises, Zyklus oder einer Wiederholung wirkt ein zutiefst göttliches Prinzip. Es kann Ausdruck des harmonischen Werdens und Vergehens sein, der perfekten Ergänzung der beiden gegenseitigen Aspekte des Männlichen und des Weiblichen, die zusammen fruchtbar und produktiv wirken. Versteht, dass dies das Urprinzip des geistigen und materiellen Wachstums ist, und dass jede Form von Stillstand dem göttlichen Schöpfungsprinzip entgegen steht.

 

Es liegt also in jeder Verbindung und in jeder Tradition auch das Potenzial der Erweiterung, der Entwicklung und des Wandels. Wird dieses Potenzial verkannt und bleibt ungenutzt, so stagniert ihr in eurem Prozess. Ihr unterwerft euch möglicherweise Bedingungen, die euch erstarren lassen, da sie mit euerm Wesen nichts zu tun haben oder überholt sind.

Natürlich geht es nicht um einen beliebigen Wandel, der die höheren Werte missachtet. Euer Weihnachtsmann ist also keine natürliche Weiterentwicklung oder Anpassung im zeitgeschichtlichen Kontext, sondern Ausdruck der Untergrabung höherer Werte und des Überdeckens der wahren Zusammenhänge eurer geistigen Herkunft.

 

Was Bestand hat, ist die geistige Wahrheit, die unveränderlich gültig ist. Veränderbar ist der lebendige, individuelle Ausdruck, den jeder einzelne und ihr als Gemeinschaft dieser göttlichen Wahrheit verleiht. Erkennt und achtet diese Wahrheit, sie zeigt sich in allen Bereichen eures Daseins und lässt sich nicht unterdrücken. Versteht, dass es unlängst viel mehr Kraft kostet, sich ihr entgegen zu stellen, als sich von ihr den Weg weisen zu lassen. In euren Herzen findet ihr diese Wahrheit - und somit euren Weg.

 

Aber was ist mit euren ganz persönlichen Verbindungen? Auch diejenigen unter euch, die sich keiner Glaubensgemeinschaft zugehörig fühlen, die an keinen Familienfesten teilnehmen und sich nichts aus Bräuchen machen, leben in bestimmten Verbindungen oder sind vertraglich an einzelne Seelen oder ganze Systeme gebunden und unterliegen bestimmten rituellen Verpflichtungen. Dies gilt für jeden einzelnen von euch.

 

Jetzt geht es darum, dass ihr eure einzelnen Bindungen einmal unter die Lupe nehmt. Schaut euch an, an was oder wen ihr in eurem Leben gebunden seid, und dann überprüft die Qualität dieser Beziehungen. Durch jede einzelne Bindung könnt ihr euch entweder wahrhaft bereichert fühlen, oder aber eine Menge Kraft und Klarheit verlieren. Denn die Güte einer Bindung, welchen Zweck sie auch erfüllt, steht und fällt mit der jeweiligen Bewusstseinsausrichtung der einzelnen Teilnehmer oder Vertragspartner, so wie dem Geist, der durch ein rituelles Fest wirkt, an dem ihr teil habt. Nehmt das ernst und macht euch daran, einen ehrlichen Blick darauf zu werfen, um euch aus missbräuchlichen Strukturen befreien zu können.

 

Wir möchten euch dazu inspirieren, in euch zu gehen, und euch auf ein, zwei Bindungen oder Beziehungen zu besinnen, die eine wichtige Rolle in eurem derzeitigen Leben spielen. Schaut euch an, welche Energie euer Gegenüber hat, und wie ihr selbst euch dabei fühlt. Oder was empfindet ihr wirklich dabei, wenn ihr an bestimmten Ritualen wie selbstverständlich teilnehmt, die ihr noch nicht hinterfragt habt?

Wie bei allen Übungen dieser Art ist es ratsam, ein bisschen von sich abzurücken und einen ehrlichen Blick auf sich zu richten. Macht euch leer, und nehmt das wahr, was sich euch zeigt, und was ihr in euch spürt. Ist diese Verbindung von Harmonie getragen, ausgeglichen, kraftspendend? Oder bemerkt ihr einen Sog, der euch Energie abzieht, euch verunsichert, euch unwohl sein lässt?

 

Was auch immer sich euch jetzt zeigt, wenn ihr möglichst unvoreingenommen seid, so geht davon aus, dass es die Wahrheit ist, die ihr wahrnehmt. Und jetzt? Setzt euch hin und notiert euch eure Eindrücke. In eurer nächsten Meditation beschäftigt ihr euch weiter mit dieser Beziehung und versucht einmal, alle Informationen dazu zu ankern, die für eure Erkenntnis vonnöten sind. Setzt schliesslich die Klärung um und zieht ehrliche Konsequenzen, so es dieser bedarf.

 

Vertraut darauf, dass das Wissen hierzu in euch angelegt ist. Nutzt euer Potenzial und geht beherzt die Schritte, die euch zum höchsten Wohl führen!

 

In Liebe, mit Zuversicht und demütigem Dank für eure Aufmerksamkeit,

 

Christus I Satyana Kumara 

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