Lichtbotschaft 18 - Von der Depression zur Selbst-Erlösung

Ihr Lieben,

 

„Depression“ ist ein großes Wort, und die verschiedenartigen Dynamiken, die unter diesen Begriff fallen, sind vielen von euch nur allzu bekannt. Welche geistigen Prinzipien verbergen sich hinter einer Depression, und wie könnt ihr diesen seelischen Kräften begegnen, mit denen ihr euch selbst in die Tiefe zieht? Ihr werdet vielleicht sagen, „Warum ziehe ich mich selbst in die Tiefe? Ich kann doch nichts für meine Depression, sie wurde mir vererbt oder überkam mich aus heiterem Himmel“? Ja, das könnt ihr so sehen, aber dann verspielt ihr eure Möglichkeiten der aktiven Selbsthilfe.

 

Wir sagen euch, die Depression ist Ausdruck massiver Selbstverweigerung einer Seele, die sich den schöpferischen göttlichen Kräften entzieht. Die Seele unterdrückt ihre Lebendigkeit und zementiert ihre angenommene Ohnmacht. Sie begibt sich in die Falle und weigert sich, dort wieder heraus zu treten. Sie wartet auf Erlösung, egal, wie schmerzhaft der Aufenthalt in der Falle auch sein mag, sie wartet und wartet und wartet.

 

Die Gründe für eine aktive Selbstverweigerung sind so individuell wie ihr Seelen selbst es seid. Es muss aber mindestens ein ursprüngliches Erlebnis gegeben haben, welches ihr derart bewertet habt, dass ihr euch enttäuscht von der Schöpfung zurück gezogen und euch isoliert habt. (Dieses Erlebnis muss nicht unbedingt in euerem jetzigen Leben liegen). Enttäuscht werden könnt ihr nur in Bezug auf eine Illusion, an die ihr geglaubt habt. Es findet also alles auf der Ebene eures eigenen Horizontes statt, und hat mit der göttlichen Wirklichkeit nicht unbedingt etwas zu tun.

 

Möglicherweise habt ihr euch im Stich gelassen oder rohen Kräften ausgeliefert gefühlt und konntet euren Weg der Selbsthilfe nicht erkennen. Vielleicht wurdet ihr sogar unterworfen und befandet euch tatsächlich in einer ausweglosen Lage. Es geht keineswegs darum, eure Erlebnisse in Frage zu stellen oder euer Leid herunter zu spielen. Wir möchten euch aber aufzeigen, wie wichtig es ist, all dies im Nachhinein angemessen zu bewerten, damit ihr keine neuen Fallen erzeugt, aus denen ihr aus Trotz nicht mehr heraus findet.

 

Mit einer depressiven Haltung unterdrückt eine Seele sich selbst. Sie weigert sich, am Leben teilzunehmen, weil sie ihren Anspruch gegenüber der Schöpfung nicht aufgeben will, von ihrem Leiden erlöst zu werden. Nur dies würde ihr Recht geben, ungerecht behandelt worden zu sein. Bis sie diese Bestätigung erhalten hat, sabotiert sie ihre Heilung, um das Druckmittel aufrecht zu erhalten.

 

Sehr häufig liegt dem eine große Wut auf die Schöpfung zugrunde, und die Seele weiß nicht, mit dieser Dynamik umzugehen. Weil es nicht möglich ist, Gegen „Gott“ zu kämpfen, von dem sie sich abgewiesen, nicht beschützt oder verlassen fühlt, bleibt ihr nach ihrer eigenen Beurteilung nur die Möglichkeit, die göttlichen Aspekte in sich selbst zu bekämpfen und sich der positiven Schöpfungbewegung zu entziehen.

 

Die höchste Form dieses Kampfes gegen die Schöpfung gipfelt im Akt der Selbsttötung. Eine Seele fügt sich selbst unermessliches Leid zu, weil sie keinen anderen Ausdruck für ihren Konflikt findet. Sie beharrt darauf, von Gott erlöst zu werden, und setzt dem selbst ein Ende, wenn die Erlösung ausbleibt. Damit hat sich die Seele zunächst einmal in die ultimative Sackgasse der Nicht-Erkenntis manövriert, aus welcher sie so schnell nicht wieder heraus findet.

 

Ihr Lieben, wir möchten euch dazu aufrufen, liebevoller mit euch selbst umzugehen. Lasst euch sagen, die Schöpfung schmerzt es ausserordentlich, wenn ihr euch selbst Leid zufügt. Ihr alle werdet bedingungslos geliebt und geachtet. Niemand wird vernachlässigt, abgewiesen oder gegenüber einer anderen Seele herab gesetzt. So fremd es für euch klingen mag: es seid stets ihr selbst, die sich degradieren, sich der Liebe entziehen und ihren Wert verkennen. Es sind eure Projektionen auf die Schöpfung, die euch falsche Schlüsse über euch selbst ziehen lassen.

 

Wenn ihr möchtet, schliesst für einen Moment eure Augen und nehmt einen tiefen Atemzug. Spürt in euer Herz und lasst euch von der Schwingung der allumfassenden Liebe tiefer in die unterbewussten Ebenen eures Seins tragen. Spürt ihr eine Offenheit gegenüber der Schöpfung, gar eine innige Verbindung zu ihr? Oder habt ihr Vorbehalte, Gefühle der Wut und Ablehnung, die euch von ihr trennen?

 

Seid versichert, die Urquelle liebt auch ihre wütenden Geschöpfe - und sie sehnt sich nach euch genauso, wie ihr in den verborgenen Tiefen eures Herzens euch nach ihr sehnt. Erlaubt euch, wütend zu sein, denn nur so könnt ihr auf ehrliche Weise eure Fehlbeurteilungen erkennen und euch aus euren seelischen Gefängnissen selbst erlösen. Lasst die Liebe der Schöpfung eure Herzen berühren und nehmt euch selbst als lebendigen Ausdruck der allumfassenden Liebe wieder in eure Herzen auf.

 

In Liebe, mit Zuversicht und demütigem Dank für eure Aufmerksamkeit,

 

Christus I Satyana Kumara

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