Lichtbotschaft 28 - Es darf gewesen sein

Ihr Lieben,

 

viele von euch haben den Jahreswechsel dazu genutzt, sich von alten Gewohnheiten zu verabschieden und sich neuen Perspektiven für ihr Leben zu öffnen. Das macht ihr in jedem Jahr, und genauso, wie ihr euch vornehmt, euer Leben zu ändern, so lasst ihr euch nach ein paar Wochen häufig in die alten Muster zurück fallen. Und warum? Weil ihr mit dem, was ihr hinter euch lassen wollt, nicht wirklich abgeschlossen habt.

 

Es ist eine Sache, begrenzende oder anderweitig störende Verhaltensmuster bei sich zu erkennen und sich vorzunehmen, diese zu überwinden. Allerdings reicht es nicht aus, einen empfundenen Makel abschaffen zu wollen, wenn sein Wesen nicht verstanden und seine Ursache nicht geheilt wurde.

Ähnlich verhält es sich mit ungenutzten Gelegenheiten, denen ihr nachtrauert, oder tot gelaufenen Beziehungen, aus denen ihr entkommen wollt. Auch diese Inhalte solltet ihr euch in allen Facetten bewusst machen, damit ihr euch dauerhaft der Kräfte entziehen könnt, die euch in den alten Feldern halten möchten.

 

Schaut nicht mit überkritischem Blick auf euch, als wäret ihr eine mangelhafte Ware, die aufgepeppt werden müsste, um einen höheren Marktwert erzielen zu können. Versteht den Sinngehalt von etwas, das ihr hinter euch lassen wollt, sei es die Beziehung zu einem bestimmten Menschen, eine schlechte Angewohnheit oder gar eine komplexe Lebensphase.

 

Der Wunsch nach Veränderung ist eine höchst natürliche Regung in euch, denn er ist Ausdruck eures Schöpfungsbewusstseins, welches der ursprünglichen göttlichen Dynamik nach Wachstum und Erkenntnis sowie dem Streben einer jeden Seele nach Heilung folgt. Es geht aber nicht darum, von euch negativ Beurteiltes auszugrenzen, sondern das zu überwinden, was euch davon abhält, dieser natürlichen Bewegung zu folgen.

 

Wenn ihr die Energien eurer Vergangenheit transformieren und auf eine höhere Stufe anheben wollt, müsst ihr euren persönlichen Frieden mit dem schliessen, das gewesen ist. Ihr könnt die Ereignisse nicht ungeschehen machen, Fehlentscheidungen nur bedingt korrigieren, keine Abzweigung eures Weges nehmen, an der ihr vorbei gezogen seid. Aber ihr könnt mit Sonne im Herzen darauf blicken und sagen „Es darf gewesen sein - ich ziehe weiter, befreit und wahrlich offen für alles Neue, das mir auf meinen gegenwärtigen und zukünftigen Pfaden begegnen mag“.

 

Achtet eure Entscheidungen aus der Vergangenheit, denn sie waren Ausdruck des damaligen Standes eurer Erkenntnis. Ihr könnt nicht den aktuellen Maßstab eures Bewusstseins an die alten Strukturen eures Ichs anlegen, denn ohne frühere Irrtümer wäret ihr nicht an den Punkt gekommen, an dem ihr euch heute befindet. Das wäre, als wenn ihr über euch richtetet nach Maßgaben, die euch völlig fremd sind - das würdet ihr selbst als zutiefst ungerecht empfinden.

Das natürliche Ergebnis davon ist die höhere Erkenntnis. Warum also etwas bedauern, das euch gedient hat?

 

Es ist nicht gemeint, dass ihr alles schön reden sollt, das sich als schöpfungswidrig ausgewiesen hat, wahrlich nicht. Findet euch aber in eine Haltung der ruhigen Akzeptanz ein, dass sich Bewusstsein auch in negativer Weise ausdrücken möchte. Das könnt ihr nicht ändern, in dem ihr es leugnet oder verurteilt. Was ihr aber tun könnt, ist, euch auszurichten in der Weise, wie es eurem Willen jetzt entspricht. So findet ihr in die Freiheit und Kraft zurück, die euch eine angemessene Bewertung des Vergangenen beschert (ungeachtet dessen, ob ihr diese Vergangenheit selbst kreiert habt oder ob sie durch andere geschaffen wurde), welche ihr alsdann mit Ruhe im Herzen hinter euch lassen könnt.

 

Erlöst euch also selbst aus den Gefängnissen eurer persönlichen Vergangenheit, in die ihr immer wieder freiwillig zurück kehrt, denn dort erlebt ihr euch ohnmächtig. Schliesst mit Achtung vor euren Erfahrungen diese überholten Kapitel und stellt die Bücher an den Platz im Regal eurer eigenen Chronik, der ihnen gebührt. Geht nicht mehr dahin zurück und verheddert euch nicht im Bedauern über das, was ihr nicht ändern könnt und sollt. Findet euren Frieden und ehrt die Erfahrung, die euch reifer gemacht hat. So könnt ihr letztlich aus allem einen geistigen Nutzen ziehen und die Energien der Vergangenheit befreien für die kreative Gestaltung eures Daseins auf einer höheren Stufe der Erkenntnis. Und auch eure Nächsten werden euch dankbar dafür sein, dass ihr sie aus den alten Projektionen entlasst und ein Stück zu ihrer geistigen Freiheit beitragt.

 

Es darf gewesen sein.

 

In Liebe, mit Zuversicht und demütigem Dank für eure Aufmerksamkeit,

 

Christus I Satyana Kumara

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